Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
kurzer Rückblick: die Planung der Hamburger Straße wurde vor rund sechs Jahren erstellt und der Bürgerentscheid vor gut dreieinhalb Jahren entschieden. Im letzten November hatte die CDU einen gemeinsamen Antrag eingebracht. In diesem wird die Verwaltung aufgefordert, eine zeitgerechte Überplanung der sechs Jahre alten Entwürfe vorzunehmen. Ziel der Umbaumaßnahmen muss es sein, eine dringend erforderliche Wiederherstellung der Attraktivität der „Einkaufsmeile Hamburger Straße“ sicherzustellen und den bereits eingetretenen Teilverlust der Wertschöpfung zu stoppen.
Dank des Engagements des neuen Bauamtsleiters und neuer Mitarbeiter im Tiefbauamt wurde diese Aufgabe mit einer hohen Priorität versehen. Aus zeitlichen und verfahrenstechnischen Gründen war es wichtig, das damalige Planungsbüro für eine gemeinsame Überplanung zu gewinnen. Gleichzeitig wurde seitens des Tiefbauamtes ein verantwortlicher Projektleiter benannt, was die Wichtigkeit des Vorhabens unterstreicht. Wichtig, weil es gelingen muss, den jahrelangen Stillstand zu beenden und den Gewerbetreibenden und Anwohnern Planungssicherheit zu geben.
Konsequenterweise hat sich die CDU für die Einbindung der ansässigen Gewerbetreibenden eingesetzt. Wer glaubt, dass eine zukunftsorientierte lebendige Innenstadt ohne den Einzelhandel, Ärzte, Gastronomie, Apotheken, Anwälte usw. denkbar ist, der irrt. Der Schlüssel der Wirtschaftskraft einer Innenstadt liegt bei der Wirtschaft. Folgerichtig hat die CDU eine Umfrage durchgeführt und konnte der Verwaltung im Ergebnis ein Stimmungsbild und Maßnahmenvorschläge zur Verfügung stellen. Hierüber habe ich bereits im November 2025 berichtet.
Termingerecht ist die „Überplanung“ so weit ausgereift, dass diese im Mai sowohl den Gewerbetreibenden wie auch dem Bau- und Planungsausschuss (BPA) vorgestellt werden kann. Ein Informationstermin zum Planungsstand ist für den 02.06.2026 in den Abendstunden im Peter-Rantzau-Haus vorgesehen. Die Erfahrungen haben gelehrt, dass nur ein gemeinsamer Kompromiss aller Beteiligten zu einem trag- und zukunftsfähigen Konsens führen kann. Voraussetzung ist jedoch, dass dieser den Anforderungen einer lebendigen und lebenswerten Innenstadt gerecht wird und dabei auch die Haushaltslage Berücksichtigung findet.
Die Überschrift habe ich provokant gewählt: „Hamburger Straße ist keine Flanier- sondern eine Einkaufsmeile“. Unter Flaniermeile verstehe ich eine Promenade oder Prachtstraße. Die Hamburger Straße kann diese Anforderungen nicht erfüllen. Als Einkaufsmeile kann sie jedoch versuchen eine Symbiose zwischen Einkaufs- und Aufenthaltsmöglichmöglichkeiten herzustellen. Beispielhaft durch Gastronomie, Ruheplätze, Bäume, Parkmöglichkeiten und eine fußgängerfreundliche Pflasterung.
Wolfgang Schäfer
CDU-Fraktionsvorsitzender Ahrensburg
cdu.ahrensburg [at] gmail.com

Empfehlen Sie uns!